Da wir selbst des kreativen Schreibens nicht mächtig sind hat sich Hannah Baumbach netterweise bereit erklärt das Wochenende für uns zusammenzufassen.

 

 

Die Boulderlounge ist eröffnet

 

…und Chemnitz um eine Attraktion reicher

 

Nach einem Wochenende, das von einigen schon lange ersehnt war, nicht zuletzt von den Initiatoren, ist es endlich vollbracht und die erste und einzige chemnitzer Boulderhalle hat ihre Tore der sächsischen Boulderszene geöffnet.

 

Angemessen gewürdigt wurde die Boulderhalle am ersten Tag ihrer Eröffnung durch die, die es schließlich wissen müssen, die Boulderer und Kletterer der Region. In großer Zahl von nah und fern kamen sie um in einem Bouldercup ihre Kräfte zu messen. Mit vierzig Bouldern, deren Schwierigkeit von kinderleicht bis unmachbar jeden Anspruch gerecht wurde, konnten sich auch die ausdauerndsten, der über 200 Kletterer austoben. Wer sich in den fünf Stunden Wettkampf dann doch einmal verdientermaßen stärken wollte, konnte es getrost in der gemütlichen Lounge tun und neben dem Tapen der strapazierten Finger auch Energie tanken für kommende Boulder mit Lasagne, Kuchen, belegten Brötchen und vielem mehr. Selbst Kaffeeliebhaber kamen hier nicht zu kurz und wurden nicht mit bemitleidenswertem Instant-Cappuccino-Pulver abgespeist, sondern bekamen von Latte Macchiato bis Espresso was das Herz begehrte. Als dann um 18:00 Uhr auch die Letzten ihren Laufzettel abgeben mussten, wurde die Zeit bis zum Finale äußerst kurzweilig von Peter Brunnert überbrückt, der unterhaltsam und fesselnd Texte aus seinen Büchern vortrug, die skurrile Situationen von waghalsigen Sprüngen, unmöglichen Touren und Verständigungsproblemen von Boulderern und dem Rest der Welt beschrieben, die schon so manche einer vielleicht am eigenen Leib erfahren hatte. Endlich durften sich die vier Finalisten Robert Leistner, Andrè Borowka, Frank Jähnicke, Daniel Köhler und die fünf Finalistinnen  Jule Winter, Anne Röhle, Johanna Groß, Victoria Höfig und Saskia Küchter an drei verschiedenen Problemen mit Zeitlimit beweisen. Bei den Frauen gewann das Finale mit überragendem Abstand Julia Winter, die jeden Boulder souverän flashte. Das Finale der Männer konnte Robert Leistner knapp vor André Borowka  für sich entscheiden. Die anschließende Verlosung machte jeweils den glücklichen Gewinner um Chalk, Boulderlounge-T-Shirts, Griffbürsten oder auch eine Bouldermatte reicher. Nach einem furiosen ersten Tag der Boulderlounge zerstreuten sich langsam die Kletterer, natürlich nicht bevor sie sich an dem einen oder anderen Finalboulder versucht hatten.

 

Nachdem des Nachts noch schnell ein paar neue Boulder geschraubt worden waren, war es dann auch schon Sonntag, der Tag der offenen Tür. Keine Eintrittskosten, keine Profiboulderer, kein nervenaufreibendes Finale, dafür aber über 400 Neugierige von Säugling bis Senior waren sie alle vertreten. Bis ins Treppenhaus standen sie Schlange begierig darauf zu erfahren, was es denn nun auf sich hatte mit einer sogenannten Boulderhalle. Die Mutigsten zögerten auch nicht lange und liehen sich Kletterschuhe aus, um selbst ihr Glück zu versuchen. Und die Chemnitzer wunderten sich, staunten, waren begeistert und spielten mit dem Gedanken sich eben doch einmal an einen neuen Sport heranzuwagen. Ein Sport, bei dem man sich nach kraftintensiven Zügen auch einmal in der Lounge erholen konnte. Gerade am Tag der offenen Tür wurde die Lounge und das kulinarische Angebot begeistert und zahlreich in Anspruch genommen.

 

Alles in allem ein Eröffnungswochenende, wie es nicht besser hätte sein können. Sei es für Wettkämpfer, Besucher, Zuschauer oder eben die stolzen Besitzer und fleißigen Helfer der Boulderlounge.

 

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